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21.11.2003 13:49:37Kommentare: 200Kommentar schreiben
Erstes Jahr als Landrat war ein "Härtetest"
Ennepe-Ruhr. "Manchmal hatte ich das Gefühl, dass das erste Jahr als Landrat für mich zugleich eine Art Härtetest sein sollte, angesichts einer Reihe von sehr schwierigen Situationen, die es gleich zu Beginn meiner Amtszeit zu bewältigen galt", erinnerte sich Landrat Dr. Arnim Brux an seine ersten Monate im Schwelmer Kreishaus.


Beim Jahrespressegespräch blickte er auf die ersten 13 Monaten als Landrat zurück. So wurde er z.B. mit dem ersten deutschen SARS-Fall, mitMassenentlassungen und Insolvenzen von Unternehmen im Kreisgebiet und dem Kriegsausbruch im Irak konfrontiert, der verstärkte Sicherheitsbemühungen und neue Alarmpläne im Kampf gegen Terroranschläge und Pocken mit sich brachte.

Als besonders problematisch schilderte Brux die dramatische Lage der kommunalen Haushalte, den Kreishaushalt inbegriffen. Deshalb "gilt es weiterhin kreativ zu sein und Ideen zu entwickeln", um die engen Handlungsspielräume zu nutzen, führte Brux aus. So arbeiten Kreis und angehörige Städte an den verschiedensten Konzepten zu interkommunaler Zusammenarbeit, um Kosten zu sparen. Als Beispiel nannte der Landrat den Bau des Kreisfeuerwehrzentrums in Gevelsberg. Ansätze für ähnliche Projekte z.B. bei der Rechnungsprüfung oder derDatenverarbeitung werden zur Zeit in interkommunalen Arbeitsgruppengeprüft.

Ermutigend seien aber auch die Erfolge, die trotz der allgemein schwierigen Situation erzielt werden konnten. Zu einem erheblichen Teil seien diese auf persönliche Intervention in den Ministerien oder unermüdliche Arbeit in regionalen und vor allem auch überregionalen Gremien zurückzuführen. Hier seien die Bewilligung von bisher ca. 2 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau des Ruhrtals als Freizeit- und Tourismusschwerpunkt genannt, oder die Erfolge der Wirtschaftsförderungsagentur EN-Agentur im Rahmen der Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft.

Als besonders erfreulich wertete Brux, dass an den Schulen des Kreises investiert werden konnte. Hier führte er die Modernisierung und Vernetzung der Schulen mit neuen Medien, neuen Technologien und Ausstattung mit zeitgemäßen Lehrwerkstätten und Labors an. Allein an den drei Kollegschulen seien knapp 4,5 Millionen Euro aus Kreis- und EU-Fördermitteln investiert worden. Die Investitionen an der Gesamtschule in Sprockhövel schlagen mit 2,34 Mio. Euro aus Kreismitteln zu Buche. Auch ohne aufwändige Technik und Kosten sei es gelungen, im Sinne der Lokalen Agenda 21 den Aspekt der Nachhaltigkeit und ökologische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Zum Beispiel wurde an der Schule in Hiddinghausen eine Holzhackschnitzelheizung eingebaut, die nicht nur mit einer optimalen Ökobilanz aufwarte, sondern auch gleichzeitig Wirtschaftsförderung für die heimischen Waldbauern darstelle. Weiteres Thema war die Beschäftigungsförderung des Kreises.

Dass auch in schwierigen Zeiten die Kulturförderung nicht zurückstehen müsse, wenn kreative Ideen verwirklicht werden und Kooperationen stattfinden, belegten die Beteiligungen des Kreises z.B. an Nature ArtEN, Jazz geht´s los, Textil verbindet, 3. Art, Kemnade International und vielen weiteren Initiativen und Ausstellungen. Erfolge in der Sportförderung, im Wohnungsbau oder bei der Tourismusförderung rundeten das Fazit des Landrates ab. "Trotz der heiklen Finanzsituation", so Brux, " ist es im vergangenen Jahr gelungen, den Kreis in vielen Bereichen weiter nach vorne zu bringen und positiveEntwicklungen für die Menschen im Kreisgebiet zu erzielen."

19.11.2003

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